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Referat: Das Krisenjahr 1923F Inflation und Besetzung des
Ruhrgebietes
Der 1. Weltkrieg wurde in Deutschland
hauptsächlich durch Kriegsanleihen und Druck von Papiergeld
finanziert à am
Ende des 1. Weltkrieges, 1918, bereits schleichende Inflation und
Verzehnfachung des Geldumlaufes im Vergleich zu 1914.
Nach dem 1. Weltkrieg verschärft sich die
Situation durch die Reparationsleistungen, die von Deutschland an
die Siegermächte gezahlt werden mussten, drastisch. Auch
innenpolitische Kämpfe bewirkten einen Vertrauens- und Kursverlust
der Mark. Frankreich nutzte den Zahlungsrückstand Deutschlands in
Höhe von 24 Millionen Goldmark im Winter 1922/23, um das Ruhrgebiet
zu besetzen und somit indirekt das Rheinland an Frankreich zu
binden, offiziell aber eine Politik der "produktiven Pfänder" zu
betreiben.
Die deutsche Regierung reagierte auf die
Besetzung des Ruhrgebietes am 10.01.1923 mit dem Aufruf zum passiven
Widerstand, da die Besetzung des Ruhrgebiets als eine Verletzung des
Versailler Vertrag angesehen wurde. Dieser Aufruf wurde von der
deutschen Bevölkerung akzeptiert, sämtliche Arbeiten in Bergwerken
und Betrieben des Ruhrgebietes wurden eingestellt, die
Einkommensausfälle wurden vom Reich mit Hilfe der Notenpressen
finanziert. Steuerausfälle, Kohleeinkäufe und tägliche Kosten in
Höhe von 60 Millionen Goldmark zwangen die Regierung
schließlich im September 1923 den Ruhrkampf
einzustellen.
F Hitler-Putsch
Putschversuch der im "Deutschem Kampfbund"
zusammengeschlossenen nationalistischen Gruppierungen unter der
Anführerschaft Adolf Hitlers und General Ludendorffs gegen die
Weimarer Republik am 9. November 1923
in München. Ziel des Putsches war die Errichtung einer
rechtsgerichteten Diktatur in Deutschland.
In der Vorbereitungsphase des Putsches
versuchte Hitler, aus dem harten politischen Gegensatz zwischen der
rechtslastigen bayerischen Landesregierung und der Reichsregierung
unter dem Sozialdemokraten Gustav Stresemann Nutzen zu ziehen. Unter
ihrem Generalstaatskommissar, Ritter von Kahr, gingen
Landesregierung, Landespolizei und Reichswehr in Bayern auch
zunächst scheinbar auf Hitlers Aufforderung zur Teilnahme am Putsch
ein (Bürgerbräukeller), der als erste Etappe zum gewaltsamen Sturz
der Reichsregierung in Berlin gedacht war. Tatsächlich wurden die
Putschisten jedoch bei ihrem Marsch auf die Münchener
Feldherrnhalle, den sie in Analogie zu Mussolinis Marsch auf Rom im
Jahr zuvor inszenierten, am 9. November
1923 mit Gewalt aufgehalten und festgenommen.
Nach dem missglückten Putsch wurden die NSDAP
und ihr Kampfblatt, der Völkische Beobachter, verboten. Den
folgenden Hochverratsprozess nutzte Hitler weitgehend ungebremst zur
Propaganda für die nationalsozialistische Sache. So wurde er
schließlich am 1. April 1924 zu fünf
Jahren "milder Festungshaft" in Landsberg verurteilt, aus der er
bereits ein halbes Jahr später vorzeitig entlassen wurde - nachdem
er dort den ersten Band seines politischen Manifests Mein
Kampf (erschienen 1925, Bd. 2:
1926) verfasst hatte.
F Währungsreform
Nach einer extremen Inflation in Deutschland
in Folge des 1. Weltkrieges und der
Reparationszahlungen an die Siegermächte gemäß dem Versailler
Vertrag und des Ruhrkampfes gab die Reichsregierung unter
Reichskanzler Gustav Stresemann am 15. November 1923 die Rentenmark aus. Eine Rentenmark
entsprach einer Billion alter Mark. Ergänzt um wirtschaftspolitische
Maßnahmen leitete diese Währungsreform Mitte der zwanziger Jahre
wirtschaftlich und politisch stabilere Verhältnisse in der Weimarer
Republik ein. Später wurde die Reichsmark wieder
eingeführt.
Quellen:
Cornelsen: Grundkurs Geschichte 12; Diesterweg: Spiegel der
Zeiten - Band 4; Microsoft Encarta 99 Enzyklopädie
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